Lukas-Altenburg News

30. Jan, 2018

Großen Einfluss auf das Entstehen von Jugendgewalt hat das Elternhaus, in dem Kinder Liebe und Zuneigung, aber auch psychischen und körperlichen Missbrauch erfahren können.

Körperliche Bestrafung ist für Kinder und Jugendliche deshalb problematisch, weil Kinder und auch viele Jugendliche noch nicht verstehen, warum man ihnen Schmerzen zufügt, denn sie sind kognitiv oft noch gar nicht in der Lage, einen Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und dem Schmerz der Schläge nachzuvollziehen. Schläge schädigen vor allem das Selbstwertgefühl der Kinder und Jugendlichen, denn sie fühlen sich nicht geliebt und verlieren das Gefühl der Geborgenheit. Kinder und vor allem Jugendliche lernen durch diese Erfahrungen, dass Schläge ein probates Mittel zur Durchsetzung eigener Vorstellungen sind und geben dieses Muster als Erwachsene an ihre Kinder oder an andere weiter. Jede körperliche Gewalt - auch die kleinste - ist für Kinder mit einer Enttäuschung verbunden, denn diese beziehen das erst einmal auf sich als ganze Person und fühlen sich als Versager.

Eine Ohrfeige vor allem in der Öffentlichkeit stellt für Kinder auch eine große Demütigung dar, doch auch verbale Gewalt fühlt sich für Kinder oft wie ein Schlag an. Besonders schwierig für Jugendliche ist die Zeit des Überganges zwischen Kindes- und Jugendalter auch deshalb, weil sie sich zwischen Kindheit und Erwachsensein bewegen, sie wünschen sich jedoch bereits Erwachsenenstatus, der oft mit falschen Mitteln erreicht werden soll.

Der immer größere Wunsch nach Individualismus in der Gesellschaft hat große Auswirkungen auf die Institution Ehe und Familie. Durch diese Entwicklung erleben immer mehr Kinder familiäre Desintegration, dies führt zu Unsicherheiten und Belastungen innerhalb der Familie. Die zunehmende Verschlechterung des Familienklimas kann eine mögliche Erklärung für jugendliche Gewalt sein. Besonders ungelöste Streitigkeiten der Eltern, die zu keiner Klärung der Probleme führen, können einen Einfluss auf Kinder und Jugendliche haben. Weiters sind auch die Uneinigkeit der Eltern im Erziehungsstil, ein inkonsistentes Disziplinierungsverhalten der Eltern, geringe emotionale Nähe und Unterstützung der Kinder negative Zeichen für diese Entwicklung.

Nicht nur Individualismus kann für die Entstehung von Gewalt eine Rolle spielen. Jugendliche, die in ihrer Kindheit oft physischer Gewalt ausgesetzt waren, tendierten viel öfter ebenfalls zu Gewalt, um ihre Ziele zu erreichen.

Kinder, die dieser Form von Gewalt ausgesetzt sind, werden oft mit Liebesentzug bestraft, was zu einem gehemmten Verhältnis zu Gleichaltrigen führen kann. Wenn diese psychische Gewalt dauerhaft ist, wirken die Kinder im Kindesalter „ungehorsam, hyperaktiv, aggressiv und quengelig . Später können sich daraus nervöse Ticks entwickeln und die Jugendlichen können auch selbst zerstörerisches Verhalten zeigen.

Auch das Erleben körperlicher Gewalt und der Wunsch der Bewältigung der Probleme im Elternhaus führen die Jugendlichen aber auch oft zu gewaltbereiten Gruppen.

Weiters kann auch die Vernachlässigung bei Kindern und Jugendlichen zu großen Folgewirkungen führen. Unter Vernachlässigung wird keine ausreichende Ernährung, Pflege, Förderung, Gesundheitsversorgung, Schutz vor Gefahren verstanden. Sie lässt sich häufig in der Verbindung mit extremer Armut und sozialen Randgruppen feststellen. Auch Kinder von psychisch Kranken und Drogenabhängigen zeigen starke Entwicklungsrückstände, was auf die physische und psychische Vernachlässigung zurückzuführen ist. Die Entwicklungsrückstände beinhalten Rückstände in der kognitiven und sozial- emotionalen Entwicklung und ein ungepflegtes Äußeres, weshalb diese Kinder auch oft von Mitschülern und Lehrern abgelehnt werden. Vor diesen Rückständen können die Kinder nur durch Herausnahme aus der Familie geschützt werden.

Besonders das Kinder- und Jugendalter gibt Aufschluss über die zukünftige Entwicklung bezüglich der Straffälligkeit. So geschieht es sehr selten, dass die Delinquenz erst im Erwachsenenalter beginnt, jedoch jugendliche Straftäter/innen realistische Chancen besitzen, nicht mehr straffällig zu werden.

Bild könnte enthalten: 1 Person, Selfie und Nahaufnahme
Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen
30. Jan, 2018

Immer auf die Kleinen: Dieser Grundsatz ist zwar vielleicht nicht besonders ehrenhaft, dafür hat er sich aber über Jahrhunderte bestens bewährt. Seit Kinder als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft anerkannt sind, haben sie auch das Privileg erworben, unter die Lupe genommen zu werden. Vielen Beobachtern gefällt allerdings nicht mehr, was sie sehen. Zum Beispiel Kinder, die nur noch ein Wort kennen: „Ich“. Gefolgt vor allem von „will“ oder noch öfter „will nicht“. Dass diese Kinder über ein durchdringendes akustisches Repertoire verfügen, um ihren Wünschen Nachdruck zu verleihen, macht sie weder (ihren) Eltern noch Lehrern noch Altersgenossen noch Passanten sympathischer.

Das gilt auch für jene Kinder, die augenscheinlich nichts mehr mit sich anzufangen wissen. Die vor einem vollgerammelten Spielzeugregal stehen, die Augen verdrehen und den Killersatz sagen: „Mir ist sooo fad.“ Oder die Kinder, die negative Emotionen wie Frust oder Ärger nicht einmal mehr in homöopathischen Dosen aushalten und entweder verbal aggressiv reagieren oder dem Gegenüber einfach eine scheuern.

Gegen Egoismus und Gier. Das Urteil über diese Kinder fällt schon seit einiger Zeit ziemlich harsch aus „Tyrannen" und auf ihre Eltern zurück. Deshalb wird mit vereinten Kräften nach Mitteln gesucht, wie man den Nachwuchs von der schiefen Entwicklungsbahn zurück auf die gerade bringen kann. Jetzt gibt es dafür ein neues Angebot. „Empathie“ heißt das Zauberwort – ein durch und durch positives Konzept. Das gefällt einer Gesellschaft ganz besonders gut, die ohnedies um ihren sozialen Zusammenhalt fürchtet und gerade eine Wirtschaftskrise durchlebt, für die immer wieder Egoismus und Gier verantwortlich gemacht werden.

Empathie ist nichts anderes als die uralte menschliche Fähigkeit, sich auf der Basis von Selbsterkenntnis in andere Menschen hineinzuversetzen und nachzuempfinden, was sie fühlen. An sich ist Empathie weder eine gute noch eine schlechte Sache, in der öffentlichen Auseinandersetzung wird aber vor allem ihre positive Seite betont.

Bild könnte enthalten: 2 Personen
Bild könnte enthalten: 1 Person, Selfie, Streifen und Nahaufnahme
5. Okt, 2017

"Es ist ein Bild der Trauer, welches Christian Lukas-Altenburg vom Justizvollzug zeichnet. Unterstützt von seinem Lektor und Co-Autoren Maurice Raidt durchstreift er den fast undurchdringlichen Justiz-Dschungel am Beispiel der 
JVA in Ulm, einer Einrichtung des Offenen Vollzugs in Baden-Württemberg."

Christian Lukas-Altenburg durchstreift den Dschungel des sich darstellenden Justizvollzuges Unterstützt wird er dabei Kommentierend von Maurice Raidt, der sich ebenso einige Gedanken dazu machte
EPUBLI.DE

 

 
5. Okt, 2017

 

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen
Bild könnte enthalten: 2 Personen, Personen, die sitzen und Text

ie Fortsetzung der Ulmer Reihe mit dem Titel 
Das böse Spiel mit dem Leben II
Außerdem werde ich einen noch Unbekannten Autor dort Vorstellen mit seinem Erstlingswerk Ein Leben außerhalb der Legalität "Roland Emter" dessen Autobiographie so manches Handeln der Justiz mehr als nur fragwürdig erscheinen lässt.
29. Aug, 2017

Das mit der Fairness ist so eine Sache.
Deutschland ist eines der Reichsten Industrienationen dieses Planeten und doch sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich in diesem Land Gigantisch.
Dieses Reiche Land leistet sich Kinder & Alters Armut sowie eine grassierend steigende Obdachlosigkeit.
10% der Bevölkerung verfügen über weit 60% des Vermögens in diesem land. Wer Arm geboren wurde, wird wohl zu 70% auch Arm Streben und Chancenlos bleiben.
In fast keinem anderen Land gibt es so wenige Chancen wie in Deutschland wirklich die soziale Leiter aufzusteigen.

Es fehlt an Konzepten und an Angeboten für Junge Menschen, der Staat erreicht Gigantische Überschüsse, aber verwendet diese nicht um das soziale Ungleichgewicht zu bekämpfen, sondert fördert damit nur noch mehr Chancenlosigkeit .
jedes Fünfte Kind leidet bereits im Jungen Kindesalter an Psychischen Krankheiten ausgelöst durch Armut und Ausgrenzung, jedes 3 Kind lebt heute unter Armutsgrenze und wird wohl sein Leben lang daran zu knabbern haben.

Die Politik weis ob dieses Skandals, aber tut so als gäbe es diese Armut überhaupt nicht !
Es wird Zeit diese Politik und deren Verantwortliche daran zu Erinnern wer diese Wählt und wer diesen ein Mandat gab.

YouTube-Star Felix von der Laden (Dner) beschäftigt sich mit dem Thema "Arm und Reich". Er ist einer der erfolgreichsten deutschen YouTuber und lebt von…
ZDF.DE